Warum sind die ersten 48 Stunden nach dem Embryotransfer wichtig?
Bei einer IVF-Behandlung ist der Embryotransfer einer der kritischsten Schritte. Die ersten 48 Stunden nach dem Transfer werden jedoch oft als ebenso entscheidend angesehen. Dies ist ein sensibler Zeitraum, in dem der Embryo den ersten biologischen Kontakt mit der Gebärmutterschleimhaut (Endometrium) aufnimmt und der Grundstein für die Einnistung gelegt wird.
Was passiert nach dem Embryotransfer im Körper?
Auf molekularer Ebene entstehen Signale zwischen dem Embryo und dem Endometrium.
Die Empfänglichkeit (Rezeptivität) des Endometriums spielt eine entscheidende Rolle.
Hormone, allen voran Progesteron, halten die Gebärmutter für eine Schwangerschaft bereit.
Warum sind die ersten 48 Stunden eine kritische Phase?
Die Durchblutung der Gebärmutter ist von großer Bedeutung.
Übermäßige Stresshormone (insbesondere Cortisol) können den uterinen Blutfluss negativ beeinflussen.
Das allgemeine Gleichgewicht des Körpers (Homöostase) kann den Prozess indirekt beeinflussen.
Empfehlungen nach dem Embryotransfer
Leichte Ruhe: Strenge Bettruhe ist wissenschaftlich nicht notwendig; lange Inaktivität kann die Durchblutung verschlechtern.
Moderate Bewegung: Kurze Spaziergänge mit geringem Tempo unterstützen den Blutfluss zur Gebärmutter.
Viel Wasser trinken: Ausreichende Flüssigkeitszufuhr fördert die Zellerneuerung und das hormonelle Gleichgewicht.
Ausgewogene Ernährung: Mahlzeiten, die das Verdauungssystem nicht belasten, fördern das allgemeine Wohlbefinden.
Was Sie vermeiden sollten
Schwere körperliche Anstrengung: Intensiver Sport kann den Druck im Bauchraum erhöhen.
Rauchen und Alkohol: Diese verringern die Durchblutung der Gebärmutter und die Sauerstoffversorgung der Zellen.
Sauna und heiße Bäder: Hohe Temperaturen können das Milieu in der Gebärmutter beeinträchtigen.
Medikamente ohne ärztliche Rücksprache: Da jedes Medikament das hormonelle Gleichgewicht beeinflussen kann, sollte nichts ohne Rücksprache mit dem Arzt eingenommen werden.








