Was ist ein Uterusseptum? Symptome, Diagnose, Behandlung und Einfluss auf die IVF
Ein Uterusseptum, auch als Gebärmutterseptum bezeichnet, ist eine angeborene, dünne Gewebetrennung in der Mitte der Gebärmutterhöhle. Während diese Struktur bei manchen Frauen keinerlei Beschwerden verursacht, kann sie bei anderen mit Fehlgeburten, wiederholten Schwangerschaftsverlusten oder einer Beeinträchtigung des Erfolgs einer In-vitro-Fertilisation (IVF) verbunden sein.
Was ist ein Uterusseptum?
Ein Uterusseptum ist eine angeborene strukturelle Besonderheit, bei der die Gebärmutterhöhle teilweise oder vollständig durch eine Gewebewand geteilt wird. Es entsteht, wenn die Kanäle, aus denen sich die Gebärmutter während der fetalen Entwicklung bildet, nicht vollständig miteinander verschmelzen.
Die Dicke und Länge des Septums können von Person zu Person variieren:
Partielles (unvollständiges) Septum: Trennt einen Teil der Gebärmutterhöhle.
Komplettes Septum: Kann die Gebärmutterhöhle vollständig in zwei Bereiche teilen.
Bei manchen Frauen bleibt diese Besonderheit lebenslang unentdeckt, während sie bei anderen im Rahmen von Untersuchungen wegen Schwangerschaftsproblemen festgestellt wird.
Welche Symptome verursacht ein Uterusseptum?
Ein Uterusseptum verursacht häufig keine Symptome. Es kann jedoch in Zusammenhang stehen mit:
Wiederholten Fehlgeburten
Biochemischen Schwangerschaften
Frühen Schwangerschaftsverlusten
Unfruchtbarkeit (Infertilität)
Zyklusstörungen (selten)
Nicht jede Fehlgeburt oder jedes Schwangerschaftsproblem ist auf ein Uterusseptum zurückzuführen. Daher ist eine umfassende medizinische Abklärung wichtig.
Wie wird ein Uterusseptum diagnostiziert?
Ein Uterusseptum wird in der Regel mit folgenden Methoden untersucht:
1. Ultraschall (insbesondere 3D-Ultraschall)
Er liefert detaillierte Informationen über die Form der Gebärmutterhöhle.
2. Hysteroskopie
Hysteroskopie ermöglicht die direkte Betrachtung des Inneren der Gebärmutter mithilfe einer Kamera.
3. Hysterosalpingographie (HSG)
Auch als Gebärmutter-Röntgen bekannt; sie gibt Aufschluss über die Gebärmutterhöhle und die Eileiter.
Bei der Diagnosestellung werden außerdem die Krankengeschichte der Patientin, die Anzahl der Fehlgeburten sowie frühere Behandlungen berücksichtigt.
Wie wird ein Uterusseptum behandelt?
Nicht jedes Uterusseptum erfordert eine Behandlung. Die Entscheidung hängt von den Beschwerden, der Schwangerschaftsvorgeschichte und einer geplanten IVF-Behandlung ab.
Hysteroskopische Septumresektion
Dies ist die am häufigsten angewandte Methode.
Minimal-invasives Verfahren (ohne Bauchschnitt)
Meist in kurzer Zeit durchführbar
In der Regel Entlassung am selben Tag möglich
Ziel ist es, die Gebärmutterhöhle für eine Schwangerschaft optimal zu gestalten.
Wie beeinflusst ein Uterusseptum den IVF-Prozess?
Bei einer IVF-Behandlung wird der Embryo in die Gebärmutter übertragen. Strukturelle Veränderungen der Gebärmutterhöhle können in manchen Fällen:
Die Einnistung des Embryos erschweren
Das Risiko eines Schwangerschaftsverlustes erhöhen
Allerdings beeinträchtigt nicht jedes Uterusseptum den IVF-Erfolg.
Daher ist die Beurteilung der Gebärmutterhöhle ein wichtiger Schritt bei Patientinnen, die eine IVF planen. In geeigneten Fällen können sich die Schwangerschaftsraten nach einer Behandlung verbessern.
Steigt der IVF-Erfolg nach einer Uterusseptum-Operation?
Wissenschaftliche Studien zeigen, dass sich die Schwangerschaftsraten bei Patientinnen mit wiederholten Fehlgeburten und diagnostiziertem Uterusseptum nach einer Behandlung verbessern können.
Der IVF-Erfolg hängt jedoch nicht ausschließlich von der Gebärmutterstruktur ab.
Weitere Einflussfaktoren sind:
Alter der Frau
Ovarielle Reserve
Embryoqualität
Spermienparameter
Genetische Faktoren
Daher sollte jede Patientin individuell beurteilt werden.
Warum ist die Beurteilung der Gebärmutter vor einer IVF wichtig?
Bei einer IVF nistet sich der Embryo in der Gebärmutter ein. Deshalb werden bei der Behandlungsplanung berücksichtigt:
Strukturelle Anomalien der Gebärmutter
Vorhandensein von Polypen, Myomen oder Septum
Endometriumdicke
Eine korrekte Diagnose und eine individuelle Planung sind entscheidende Schritte im IVF-Prozess.
Ein Uterusseptum ist eine angeborene strukturelle Besonderheit der Gebärmutterhöhle. Es verursacht nicht immer Symptome, kann jedoch bei manchen Patientinnen Schwangerschaftsverluste oder den IVF-Erfolg beeinflussen.
Bei Frauen mit Kinderwunsch und geplanter IVF kann die Beurteilung und gegebenenfalls Behandlung der Gebärmutterstruktur dazu beitragen, die Erfolgschancen zu erhöhen.
Gebärmutteruntersuchung und IVF-Planung in unserer Klinik
Vor Beginn des IVF-Prozesses wird eine ausführliche Untersuchung der Gebärmutter durchgeführt und ein individueller Behandlungsplan erstellt.
Für weitere Informationen oder zur Terminvereinbarung kontaktieren Sie bitte unser Zentrum.
Häufig gestellte Fragen
Was ist ein Uterusseptum?
Ein Uterusseptum ist eine angeborene Gewebetrennung, die die Gebärmutterhöhle teilweise oder vollständig teilt. Es entsteht durch eine unvollständige Verschmelzung der Strukturen, die die Gebärmutter während der fetalen Entwicklung bilden. Bei manchen Frauen kann es mit Schwangerschaftsverlusten in Zusammenhang stehen.
Verhindert ein Uterusseptum eine Schwangerschaft?
Ein Uterusseptum verhindert nicht zwangsläufig eine Schwangerschaft. Viele Frauen können trotz dieser Besonderheit natürlich schwanger werden. In manchen Fällen kann es jedoch die Einnistung erschweren oder das Risiko einer frühen Fehlgeburt erhöhen. Die Bewertung erfolgt individuell.
Beeinflusst ein Uterusseptum den IVF-Erfolg?
In einigen Fällen kann ein Uterusseptum den Bereich der Embryoeinnistung beeinflussen. Besonders bei wiederholtem IVF-Misserfolg oder Fehlgeburten ist die Untersuchung der Gebärmutterhöhle wichtig. Der IVF-Erfolg hängt jedoch nicht allein von der Gebärmutterstruktur ab.
Welche Symptome verursacht ein Uterusseptum?
Ein Uterusseptum verursacht häufig keine Symptome. Es kann bei Untersuchungen wegen wiederholter Fehlgeburten, früher Schwangerschaftsverluste oder Infertilität entdeckt werden. Selten treten Zyklusstörungen auf. Eine fachärztliche Untersuchung ist erforderlich.
Wie wird ein Uterusseptum diagnostiziert?
Die Diagnose erfolgt in der Regel durch 3D-Ultraschall, Hysterosalpingographie (HSG) oder Hysteroskopie. Diese Verfahren ermöglichen eine detaillierte Darstellung der Gebärmutterhöhle. Auch die medizinische Vorgeschichte wird berücksichtigt.
Wie wird eine Uterusseptum-Operation durchgeführt?
Die Behandlung erfolgt meist hysteroskopisch. Es handelt sich um ein minimal-invasives Verfahren ohne Bauchschnitt. Das Septum wird mithilfe einer kleinen Kamera im Inneren der Gebärmutter korrigiert. Eingriff und Erholungszeit sind in der Regel kurz.
Muss jedes Uterusseptum operiert werden?
Nein. Bei Patientinnen mit einer gesunden Schwangerschaft in der Vorgeschichte oder ohne Fehlgeburten ist eine Operation möglicherweise nicht erforderlich. Die Entscheidung richtet sich nach der individuellen klinischen Situation.
Wann kann nach einer Septum-Operation eine IVF durchgeführt werden?
Eine IVF kann geplant werden, sobald der Heilungsprozess der Gebärmutter abgeschlossen ist. Der Zeitpunkt variiert je nach Patientin und wird ärztlich festgelegt.
Kann ein Uterusseptum erneut auftreten?
Ein hysteroskopisch korrigiertes Septum tritt in der Regel nicht erneut auf. Dennoch sind regelmäßige Kontrolluntersuchungen wichtig.
Warum ist die Untersuchung der Gebärmutter vor einer IVF wichtig?
Bei einer IVF wird der Embryo in die Gebärmutter übertragen. Daher muss die Gebärmutterhöhle strukturell geeignet sein. Polypen, Myome oder ein Septum werden bei der Behandlungsplanung berücksichtigt.








