Meine Partnerin und ich haben seit zehn Jahren davon geträumt, ein Kind zu bekommen. In den ersten Jahren versuchten wir es auf natürlichem Wege, doch es klappte nicht. Als wir schließlich ärztlichen Rat suchten, ergaben die Untersuchungen, dass ich eine eingeschränkte Eierstockreserve habe und bei meinem Mann gravierende Auffälligkeiten in der Spermienmorphologie festgestellt wurden. Uns wurde gesagt, dass eine IVF-Behandlung notwendig sei.
Doch dieser Weg war alles andere als leicht. Zuerst begannen wir die Behandlung in einem Zentrum in unserer Stadt. Beim ersten Versuch entwickelten sich die Embryonen nicht, sodass kein Transfer stattfinden konnte. Beim zweiten Versuch wurde zwar ein Embryo übertragen, aber es kam zu keiner Schwangerschaft. Beim dritten Mal erlitt ich in der fünften Woche eine Fehlgeburt. Nach jedem Misserfolg fühlte ich mich hoffnungsloser und stellte mir immer wieder die Frage: „Werde ich jemals Mutter sein können?“
In den darauffolgenden Jahren unterzogen wir uns insgesamt fünf weiteren IVF-Behandlungen in unterschiedlichen Kliniken. Doch die Embryonen entwickelten sich nur langsam, die Qualität war schlecht, und nach genetischen Tests blieb kein einziger gesunder Embryo übrig. Die Ärzte wiesen darauf hin, dass mein Alter ein zunehmender Risikofaktor sei und unsere Chancen immer weiter schwänden.
Gerade als wir am Tiefpunkt angekommen waren, erzählte uns eine Freundin vom American IVF Center in Nordzypern. Wir erfuhren, dass dort fortschrittliche Methoden wie PRP-Therapie, Mitochondrien-Transfer und spezielle Embryo-Überwachungssysteme angewendet werden. Beim ersten Gespräch mit wurde ein neuer, individueller Behandlungsplan erstellt – basierend auf detaillierten Hormonanalysen und genetischen Tests, um der Ursache endlich auf den Grund zu gehen.
Der Ablauf meiner Behandlung sah folgendermaßen aus:
Durch PRP-Injektionen wurde meine Eierstockreserve unterstützt. Mit Mitochondrien-Transfer wurde versucht, meine Eizellqualität durch Energiezufuhr aus jungen und gesunden Zellen zu verbessern. Eine genetische Embryo-Diagnostik (PGT-A) stellte sicher, dass nur genetisch gesunde Embryonen übertragen wurden. Für meinen Mann wurde die IMSI-Technik angewendet, um die besten Spermien auszuwählen.
Diesmal verlief alles anders. Es konnten 8 Eizellen entnommen werden, 5 davon wurden befruchtet, und 2 waren genetisch unauffällig. Einer dieser Embryonen wurde eingesetzt – und diesmal hielt die Schwangerschaft. Zum ersten Mal in meinem Leben zeigte der Test zwei Linien.
Natürlich verlief auch die Schwangerschaft nicht ohne Komplikationen. In den ersten drei Monaten bestand ein Blutungsrisiko, doch dank der engen ärztlichen Betreuung überstand ich auch diese Phase. Nach genau zehn Jahren des Hoffens und Kämpfens durften wir in der 37. Schwangerschaftswoche unsere gesunden Zwillinge in die Arme schließen.
Diese Reise hat mir gezeigt, wie wichtig Geduld, die richtige Klinik und erfahrene Spezialist*innen sind. Der Erfolg liegt nicht nur in der Behandlung selbst, sondern oft auch in moderner Technologie und einem individuell angepassten Vorgehen.
Wenn auch ihr Schwierigkeiten in eurer Kinderwunschreise erlebt: Gebt die Hoffnung nicht auf. Wissenschaft und die richtige Therapie können Wunder möglich machen.











