Was ist Polymenorrhoe? Symptome, Ursachen und Behandlungsmethoden
Veränderungen im Menstruationszyklus von Frauen sind weit verbreitet. Eine der häufigsten Abweichungen ist die Polymenorrhoe. Diese beeinflusst die Frauengesundheit direkt und kann oft ein Hinweis auf zugrunde liegende hormonelle oder gynäkologische Probleme sein. Doch was genau ist Polymenorrhoe, welche Ursachen gibt es und wie wird sie behandelt? Hier ein ausführlicher Leitfaden.
Was ist Polymenorrhoe?
Medizinisch bezeichnet Polymenorrhoe einen Menstruationszyklus, der kürzer als 21 Tage dauert und sich wiederholt. Normalerweise beträgt der Zyklus einer Frau 21–35 Tage. Bei Betroffenen tritt die Menstruation jedoch alle 15–20 Tage auf. Dies beeinträchtigt die Lebensqualität erheblich und kann ein Hinweis auf andere gesundheitliche Probleme sein.
Symptome
Das auffälligste Symptom ist das häufige Einsetzen der Menstruationsblutung. Darüber hinaus können folgende Beschwerden auftreten:
Längere Blutungen als üblich
Starke Blutverluste (Menorrhagie)
Müdigkeit und Erschöpfung
Anzeichen von Blutarmut (Anämie)
Schmerzen und Krämpfe im Unterbauch
Treten diese Symptome regelmäßig auf, sollte unbedingt eine Gynäkologin oder ein Gynäkologe aufgesucht werden.
Ursachen
Häufige Menstruationen können viele verschiedene Ursachen haben. Zu den häufigsten zählen:
Hormonelle Ungleichgewichte
Unausgeglichenheit von Östrogen und Progesteron
Eisprungstörungen
Anzeichen einer frühen Menopause
Probleme der Gebärmutter und Eierstöcke
Myome
Endometriose
Ovarialzysten
Polyzystisches Ovarsyndrom (PCOS)
Schilddrüsenprobleme
Hypothyreose oder Hyperthyreose können den Zyklus beeinflussen.
Lebensstilfaktoren
Übermäßiger Stress
Rascher Gewichtsverlust oder Fettleibigkeit
Intensive körperliche Belastung
Rauchen und Alkoholkonsum
Medikamenteneinnahme
Hormonelle Verhütungsmethoden
Blutverdünner
Diagnosemethoden
Zur Diagnose wird zunächst der Menstruationszyklus genau untersucht. Weitere Verfahren sind:
Gynäkologische Untersuchung
Ultraschall (Sonografie)
Hormonuntersuchungen (FSH, LH, Östrogen, Progesteron, TSH usw.)
Gegebenenfalls weiterführende bildgebende Verfahren
Behandlungsmethoden
Die Therapie richtet sich nach der zugrunde liegenden Ursache. Allgemein kommen folgende Ansätze infrage:
Medikamentöse Behandlung: Hormonregulierende Präparate, Antibabypillen, Schilddrüsenmedikamente
Chirurgische Eingriffe: Entfernung von Myomen oder Zysten, Operation bei Endometriose
Lebensstiländerungen: Gesunde Ernährung, regelmäßige Bewegung, Stressbewältigung, geregelter Schlaf
Unterstützende Maßnahmen: Eisenpräparate bei Blutarmut, Vitamin- und Mineralstoffergänzungen
Zusammenhang mit einer Schwangerschaft
Frauen mit Polymenorrhoe leiden häufig an Eisprungstörungen. Dies kann eine natürliche Empfängnis erschweren. Mit einer passenden Behandlung und einem regulierten Zyklus steigen jedoch die Chancen auf eine Schwangerschaft.
Vorbeugung
Eine vollständige Vermeidung ist nicht immer möglich, doch das Risiko lässt sich verringern durch:
Ausreichenden Schlaf und ausgewogene Ernährung
Verzicht auf Rauchen und Alkohol
Stressreduktion
Jährliche gynäkologische Vorsorgeuntersuchungen
Fazit
Häufige Menstruationen können auf verschiedene gesundheitliche Probleme hinweisen. Deshalb ist es wichtig, bei Auffälligkeiten im Zyklus ärztlichen Rat einzuholen. Durch eine frühzeitige Diagnose und geeignete Behandlung lässt sich die Lebensqualität deutlich verbessern und möglichen Komplikationen vorbeugen.








